Grundlagen

Öffnungsarten von Fenstern im Überblick

Drehfenster mit Festverglasung
Drehfenster mit Festverglasung · Foto: Jutta Henglein-Bildau / Bildau & Bussmann GmbH
Kurz gesagt

Die Öffnungsart beschreibt, wie sich ein Fensterflügel bewegt, etwa drehend, kippend, schwingend, wendend oder schiebend. Im deutschsprachigen Raum ist das Dreh-Kipp-Fenster Standard, weil es volle Öffnung und sichere Spaltlüftung kombiniert; Festverglasungen, Schiebe- und Sonderöffnungen ergänzen es je nach Raum und Architektur.

Inhalt
  1. Was versteht man unter der Öffnungsart eines Fensters?
  2. Die wichtigsten Öffnungsarten im Überblick
  3. Dreh-Kipp-Fenster: der Standard im deutschsprachigen Raum
  4. Drehfenster und Kippfenster
  5. Schwing- und Wendefenster
  6. Schiebefenster: vertikal und horizontal
  7. Festverglasung: wenn nicht gelüftet werden muss
  8. Welche Öffnungsart passt zu welchem Raum?
  9. Zweiflügelige Fenster: Stulp oder Pfosten?
  10. Öffnungsart und Sonderformen
  11. Was beeinflusst die Öffnungsart außerdem?
  12. Fazit
  13. Häufige Fragen

Ob ein Fenster im Alltag gut funktioniert, entscheidet nicht nur das Material, sondern vor allem die Öffnungsart. Sie bestimmt, wie gut Sie lüften und putzen können, wie viel Platz der Flügel im Raum braucht und wie das Fenster von außen wirkt. Dieser Überblick erklärt die gängigen Öffnungsarten bei Holzfenstern, zeigt ihre Vor- und Nachteile und gibt Hinweise, welche Lösung für welchen Raum passt.

Was versteht man unter der Öffnungsart eines Fensters?

Die Öffnungsart beschreibt die Bewegung, mit der ein Fensterflügel geöffnet wird. Entscheidend sind dabei die Lage der Drehachse (seitlich, unten, oben, in der Mitte) und die Richtung der Bewegung (drehend, kippend, schiebend). In Bauplänen wird die Öffnungsart mit genormten Symbolen dargestellt: Ein Dreieck zeigt mit der Spitze zur Bandseite, bei Schiebeflügeln steht ein Pfeil.

Zur Bezeichnung der Anschlagseite ist in Deutschland die Angabe DIN links oder DIN rechts nach DIN 107 üblich. Sie bezieht sich bei nach innen öffnenden Fenstern auf die Innenansicht, also die Seite, auf der die Bänder sichtbar sind: Bei DIN links sitzen die Bänder links, der Griff rechts.

Die wichtigsten Öffnungsarten im Überblick

Öffnungsart Bewegung Typischer Einsatz Vorteile Nachteile
Dreh-Kipp seitlich drehen und oben kippen Wohnräume, Standard volle Öffnung und Spaltlüftung Flügel ragt in den Raum
Dreh nur seitlich drehen Altbau, Fenstertüren einfach, robust keine Kipplüftung
Kipp um untere Achse nach innen Oberlichter, Bäder sichere Dauerlüftung kleine Lüftungsfläche
Klapp um obere Achse nach außen Keller, Dachaufbauten regengeschützte Lüftung Reinigung außen schwierig
Schwing um waagerechte Mittelachse Dachfenster, große Formate wenig Platzbedarf ungewohnte Bedienung
Wende um senkrechte Mittelachse Treppenhäuser, Gewerbe große Öffnung bei schmalem Flügel Dichtung aufwendig
Vertikalschiebe senkrecht verschieben Landhausstil, britisch geprägte Architektur kein Platzbedarf im Raum nur halbe Lüftungsfläche, Gewichtsausgleich nötig
Horizontalschiebe waagerecht verschieben Terrassen, Wintergärten große Glasflächen Dichtheit je nach System
Festverglasung keine Oberlichter, große Flächen schlank, große Formate möglich keine Lüftung, Reinigung außen
Öffnungsarten von Fenstern als Piktogramme Piktogramme der Öffnungsarten in der Ansicht von innen, Beispiel DIN links mit Bändern links. Die Linien des Öffnungsdreiecks beginnen an der Bandseite, die Spitze zeigt zur Öffnungsseite; Festverglasungen tragen ein Kreuz in der Mitte; durchgezogene Linien bedeuten öffnet nach innen, gestrichelte Linien öffnet nach außen, strichpunktierte Linien markieren die Drehachse, Pfeile die Schieberichtung. Dreh-Kipp: Flügel seitlich drehen und oben nach innen kippen; Standard in Wohnräumen. Dreh: Flügel nur seitlich drehen; Altbau, Fenstertüren. Kipp: um die untere Achse nach innen; Oberlichter, Bäder. Klapp: um die obere Achse nach außen; Keller, Dachaufbauten. Schwing: um eine waagerechte Achse etwa in Flügelmitte, oben nach innen, unten nach außen; Dachfenster, große Formate. Wende: um eine senkrechte Achse in der Mitte oder im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln; Treppenhäuser, Gewerbe. Vertikalschiebe: Flügel senkrecht verschieben; Landhausstil, britisch geprägte Architektur. Horizontalschiebe: Flügel waagerecht verschieben; Terrassen, Wintergärten. Festverglasung: kein beweglicher Flügel; Oberlichter, große Flächen. Innenansicht, DIN links · Spitze zeigt zur Öffnungsseite · gestrichelt = nach außen · Strichpunkt = Achse Dreh-Kipp: Flügel seitlich drehen und oben nach innen kippen; Standard in Wohnräumen Dreh-Kipp seitlich drehen und oben kippen Dreh: Flügel nur seitlich drehen; Altbau, Fenstertüren Dreh nur seitlich drehen Kipp: um die untere Achse nach innen; Oberlichter, Bäder Kipp um untere Achse nach innen Klapp: um die obere Achse nach außen; Keller, Dachaufbauten Klapp um obere Achse nach außen Schwing: um eine waagerechte Achse etwa in Flügelmitte, oben nach innen, unten nach außen; Dachfenster, große Formate innenaußen Schwing um waagerechte Mittelachse Wende: um eine senkrechte Achse in der Mitte oder im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln; Treppenhäuser, Gewerbe innenaußen Wende um senkrechte Mittelachse Vertikalschiebe: Flügel senkrecht verschieben; Landhausstil, britisch geprägte Architektur Vertikalschiebe senkrecht verschieben Horizontalschiebe: Flügel waagerecht verschieben; Terrassen, Wintergärten Horizontalschiebe waagerecht verschieben Festverglasung: kein beweglicher Flügel; Oberlichter, große Flächen Festverglasung keine Bewegung (Kreuz) Schema, nicht maßstäblich. Anschlagseite nach DIN 107: DIN links = Bänder links, Griff rechts.
Die neun gängigen Öffnungsarten als Planzeichen in der Innenansicht: Die Linien des Dreiecks beginnen an der Bandseite, die Spitze zeigt zur Öffnungsseite; Schiebeflügel tragen einen Pfeil, Festverglasungen ein Kreuz in der Mitte.

Dreh-Kipp-Fenster: der Standard im deutschsprachigen Raum

Ein Dreh-Kipp-Fenster ist ein Fenster, dessen Flügel sich über einen einzigen Griff wahlweise seitlich drehen oder oben nach innen kippen lässt. Der Beschlag steuert über Treibstangen beide Bewegungen und verriegelt den Flügel im geschlossenen Zustand rundum.

Die Vorteile sind klar: volle Öffnung zum Stoßlüften und Reinigen, Kippstellung für kurzes Lüften, gute Dichtheit durch den Anpressdruck der Verriegelung und eine hohe Einbruchhemmung bei entsprechender Ausstattung. Bei Holzfenstern ist das Dreh-Kipp-Fenster daher die häufigste Ausführung, sowohl ein- als auch zweiflügelig mit Stulp oder Pfosten.

Ein Hinweis zur Lüftung: Dauerhaft gekippte Fenster tauschen im Winter wenig Luft aus, kühlen aber die Laibung aus und begünstigen dort Tauwasser. Mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten Stoßlüften ist wirksamer.

Drehfenster und Kippfenster

Drehfenster

Das reine Drehfenster ist die ursprüngliche Bauart des mitteleuropäischen Fensters. Viele historische Kastenfenster und zweiflügelige Altbaufenster sind Drehflügel, oft mit Basküle- oder Espagnolettenverschluss. Bei Sanierungen im Denkmal wird diese Öffnungsart häufig beibehalten. Wie solche Fenster nachgebaut werden, beschreibt der Beitrag zum Nachbau historischer Fenster.

Kippfenster

Das Kippfenster öffnet sich nur nach innen um eine untere waagerechte Achse. Es eignet sich für Oberlichter über Türen oder Fenstern, für Bäder und Abstellräume. Bei schwer erreichbaren Höhen werden Kippflügel mit Oberlichtöffnern (Hebel oder Kurbel) oder elektrischen Antrieben kombiniert.

Schwing- und Wendefenster

Ein Schwingfenster ist ein Fenster, dessen Flügel sich um eine waagerechte Achse etwa in Flügelmitte dreht. Der obere Teil schwingt nach innen, der untere nach außen. Bekannt ist diese Bauart vor allem von Dachflächenfenstern. Bei großen Formaten im Fassadenbereich ist der geringe Platzbedarf im Raum ein Vorteil.

Ein Wendefenster dreht sich dagegen um eine senkrechte Achse, die in der Mitte oder im Verhältnis von etwa einem Drittel zu zwei Dritteln liegt. Eine Flügelhälfte bewegt sich nach innen und schlägt innen an, die andere nach außen und schlägt außen an. Das Flügelgewicht trägt das untere Drehlager, meist mit Arretierung oder Bremse. Wendeflügel finden sich in Treppenhäusern, öffentlichen Gebäuden und in der Architektur der Moderne, sind in Deutschland heute aber selten, auch weil sich Rollläden oder Außenjalousien kaum damit kombinieren lassen. Beide Bauarten sind anspruchsvoll in der Abdichtung, weil die Dichtungsebene auf halber Höhe beziehungsweise Breite die Seite wechselt.

Schiebefenster: vertikal und horizontal

Schiebefenster sparen Platz, weil kein Flügel in den Raum ragt.

  • Vertikalschiebefenster (Sash Window) bestehen aus zwei übereinander liegenden Flügeln, die mit Gegengewichten oder Federn ausbalanciert sind. Sie sind vor allem in Großbritannien, den Niederlanden und den USA verbreitet; in Deutschland finden sie sich traditionell seltener, etwa als Verkaufsfenster in Kiosken und Gastronomie. Für ihre Bedienkräfte hat DIN EN 13115 eine eigene Klasseneinteilung (A bis E), weil der Schiebeflügel meist mit beiden Händen bewegt wird. Mehr dazu im Beitrag zum Vertikalschiebefenster.
  • Horizontalschiebefenster werden seitlich verschoben. Bei großen Formaten kommen Hebeschiebe- oder Parallel-Schiebe-Kipp-Systeme (PSK) zum Einsatz. Normativ gelten sie als Fenstertüren, also als türhohe Fenster (DIN 18055), und werden nach der Fensternorm DIN EN 14351-1 bewertet.

Bildau & Bussmann fertigt Vertikalschiebefenster sowohl als Nachbau für Denkmäler als auch für Neubauten. Für große Terrassenöffnungen gibt es Hebeschiebetüren aus Holz, bei denen der Flügel beim Öffnen angehoben wird und so mit geringem Kraftaufwand gleitet.

Festverglasung: wenn nicht gelüftet werden muss

Eine Festverglasung ist ein Fensterelement ohne beweglichen Flügel, bei dem das Glas direkt im Blendrahmen sitzt. Bauphysikalisch hat sie die gleichen Eigenschaften wie ein Fenster mit Öffnungsflügel. Weil der Flügelrahmen entfällt, ist die Ansichtsbreite schmaler und der Glasanteil größer; zudem sind wesentlich größere Formate möglich, bis hin zu Schaufenstern und Glaswänden. Teilweise lassen sich die Rahmen sogar in Wand, Boden oder Decke versenken.

Typische Einsatzorte:

  • große Panoramaflächen in Wohnräumen
  • Oberlichter und Seitenteile neben Türen
  • Treppenhäuser und Galerien
  • Brüstungsfelder und obere oder seitliche Felder von Fenstertüren
  • Kombinationselemente, bei denen nur ein Teil öffenbar ist

Der Nachteil: Die Außenseite muss von außen gereinigt werden. Bei oberen Geschossen ist das ohne Leiter oder Hubsteiger kaum möglich. Eine sinnvolle Lösung ist oft die Kombination aus einer Festverglasung und einem schmalen Dreh-Kipp-Flügel zum Lüften.

Welche Öffnungsart passt zu welchem Raum?

Eine Faustregel gibt es nicht, aber einige bewährte Kombinationen:

  1. Wohn- und Schlafzimmer: Dreh-Kipp-Fenster, bei großen Flächen kombiniert mit Festverglasung.
  2. Küche: Wenn das Fenster über der Arbeitsplatte liegt, stört ein Drehflügel. Hier sind Kippfenster, Schiebefenster oder ein nach oben versetzter Flügel sinnvoll.
  3. Bad: Dreh-Kipp oder reines Kippfenster, gegebenenfalls mit Ornamentglas als Sichtschutz.
  4. Treppenhaus: Festverglasung oder Kippflügel mit Oberlichtöffner, je nach Erreichbarkeit.
  5. Terrasse und Garten: Fenstertüren, Hebeschiebe- oder Falttüren.
  6. Altbau und Denkmal: Die vorhandene Öffnungsart beibehalten, im deutschsprachigen Raum meist Drehflügel mit Kippoberlicht oder Oberlicht mit Reiber.

Zweiflügelige Fenster: Stulp oder Pfosten?

Breite Fenster werden häufig in zwei Flügel geteilt. Dabei gibt es zwei Konstruktionsprinzipien, die sich in Optik und Bedienung deutlich unterscheiden.

Bei einem Pfostenfenster trennt ein fester, senkrechter Pfosten im Blendrahmen die beiden Flügel. Jeder Flügel schlägt an diesen Pfosten an und kann unabhängig vom anderen gedreht und gekippt werden. Der Pfosten verbessert die Stabilität und erleichtert die Abdichtung, ist aber in der Ansicht breiter.

Bei einem Stulpfenster fehlt der feste Pfosten. Der zuerst zu öffnende Flügel (Gehflügel) schließt gegen eine Stulpleiste am zweiten Flügel (Standflügel), der über einen eigenen Hebel oder Treibriegel verriegelt wird. Öffnet man beide Flügel, entsteht eine vollständig freie Öffnung ohne Mittelteil. Diese Bauart entspricht dem Erscheinungsbild vieler Altbaufenster und ist deshalb im Denkmal oft erwünscht. Gekippt werden kann in der Regel nur der Gehflügel.

Bei sehr großen Formaten kommen zusätzlich Oberlichter oder Kämpfer hinzu, sodass ein Fenster drei oder mehr Öffnungsarten kombinieren kann, etwa zwei Drehflügel unten und ein Kippoberlicht darüber.

Öffnungsart und Sonderformen

Nicht jede Öffnungsart lässt sich bei jeder Fensterform umsetzen. Rundbogen- und Segmentbogenfenster können meist gedreht, aber nur eingeschränkt gekippt werden, weil der Kippbeschlag eine gerade Oberkante braucht. Runde Fenster (Ochsenaugen) werden oft fest verglast oder als Schwingflügel ausgeführt. Dreieck- und Trapezfenster sind häufig Festverglasungen. Hintergründe dazu finden Sie im Beitrag über Sonderformen bei Fenstern.

Was beeinflusst die Öffnungsart außerdem?

  • Einbruchschutz: Dreh-Kipp-Fenster mit Pilzkopfzapfen erreichen als geprüftes System die Widerstandsklassen RC2 und RC3 nach DIN EN 1627. Schiebe- und Wendefenster sind aufwendiger abzusichern.
  • Barrierefreiheit: Für Menschen mit eingeschränkter Kraft oder im Rollstuhl sind tief sitzende Griffe, leichtgängige Beschläge oder elektrische Antriebe wichtig. Die Werte der DIN 18040-2 für barrierefreie Fenster entsprechen Bedienkraftklasse 2 nach DIN EN 13115, also höchstens 30 N am Flügel und 30 N bzw. 5 Nm am Hebelgriff.
  • Insektenschutz: Bei nach innen öffnenden Flügeln lässt sich ein Insektenschutzgitter außen fest montieren. Bei Schwing- oder Wendeflügeln ist das kaum möglich.
  • Preis: Die Öffnungsart ist nur ein Faktor unter vielen. Den Preis eines Fensters bestimmen die individuellen Anforderungen insgesamt, also Größe, Form, Holzart, Verglasung, Beschlag sowie Wärme-, Schall- und Einbruchschutz. Bei gleicher Performance ist ein Holzfenster nicht wirklich teurer als ein Kunststoff- oder Aluminiumfenster. Einen echten Preis für Ihre Kombination erhalten Sie nur über eine kostenfreie Anfrage, am besten direkt beim Hersteller Bildau & Bussmann.

Fazit

Die richtige Öffnungsart hängt vom Raum, der Bedienung, der Architektur und gegebenenfalls von den Vorgaben der Denkmalpflege ab. Für die meisten Wohnräume ist das Dreh-Kipp-Fenster eine solide Wahl, große Glasflächen gewinnen durch die Kombination mit Festverglasungen, und im Altbau bewahren Drehflügel mit historischer Teilung den Charakter des Hauses. Sonderöffnungen wie Schwing- oder Wendeflügel sind gestalterisch reizvoll, verlangen aber eine sorgfältige Planung. Einen Überblick über alle Fensterbauarten und Kombinationsmöglichkeiten erhalten Sie im Fensterprogramm von Bildau & Bussmann, wo Sie auch eine kostenfreie Anfrage stellen können; für Aufmaß und Montage vermittelt das Unternehmen erfahrene Fachpartner.

Häufige Fragen

Welche Öffnungsart ist bei Fenstern am häufigsten?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Dreh-Kipp-Fenster die mit Abstand verbreitetste Öffnungsart im Wohnungsbau. Es lässt sich mit einem einzigen Griff drehen oder kippen. In anderen Ländern, etwa in Großbritannien oder Nordamerika, sind Schiebe- und Ausstellfenster häufiger.

Was ist der Unterschied zwischen Schwingfenster und Wendefenster?

Beide Flügel drehen sich um eine Achse in der Flügelmitte. Beim Schwingfenster liegt die Achse waagerecht, der Flügel schwingt oben nach innen und unten nach außen. Beim Wendefenster liegt die Achse senkrecht, mittig oder im Verhältnis ein Drittel zu zwei Dritteln, und der Flügel dreht sich um diese Achse wie eine Drehtür.

Was bedeutet DIN links und DIN rechts bei Fenstern?

Die Bezeichnung gibt an, auf welcher Seite die Bänder sitzen, von innen gesehen. Bei einem Fenster DIN links sitzen die Bänder links, der Griff rechts. Bei DIN rechts ist es umgekehrt. Die Angabe ist bei der Bestellung wichtig, damit sich der Flügel zur gewünschten Seite öffnet.

Lohnt sich eine Festverglasung?

Eine Festverglasung kommt ohne Flügelrahmen und Beschlag aus, wirkt dadurch schlanker und erlaubt größere Formate. Bauphysikalisch entspricht sie einem Fenster mit Öffnungsflügel. Sie eignet sich für große Glasflächen, Oberlichter und Bereiche, die nicht gelüftet werden müssen. Bedenken Sie aber, dass die Außenseite von außen gereinigt werden muss.

Welche Öffnungsart ist für Dachgeschosse oder hohe Fenster sinnvoll?

Bei hohen Oberlichtern sind Kippflügel mit Oberlichtöffner oder elektrischem Antrieb sinnvoll. Für große Fenster, die schwer zu bedienen sind, bieten sich Parallel-Schiebe-Kipp-Elemente oder Hebeschiebetüren an. In Dachschrägen gibt es außerdem Dachschiebefenster, die große Tageslichtöffnungen ohne Gaube ermöglichen.

Holzfenster nach Maß – auch in Sonderform und historisch

Bildau & Bussmann fertigt seit 1987 Holz- und Holz-Aluminium-Fenster in Berlin und liefert in ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz – vom Dreh-Kipp-Fenster bis zum originalgetreuen Kastenfenster für das Baudenkmal. Für Aufmaß und Montage vermittelt das Unternehmen erfahrene Fachpartner. Den Preis für Ihr Projekt erfahren Sie über eine kostenfreie Anfrage.

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Fachredaktion Bildau & Bussmann

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit den Tischlermeistern und Technikern der Bildau & Bussmann GmbH, die seit über 35 Jahren Holzfenster fertigen – darunter die Portalfenster des Berliner Stadtschlosses.