Material & Technik

Fenster-Sonderformen: Rundbogen, Segmentbogen, Korbbogen, Rundfenster, Trapez und Dreieck

Sonderform am Stadtschloss / Humboldt Forum, Berlin
Sonderform am Stadtschloss / Humboldt Forum, Berlin · Foto: Jutta Henglein-Bildau / Bildau & Bussmann GmbH
Kurz gesagt

Sonderformen sind alle Fenster, die vom Rechteck abweichen, etwa Rundbogen-, Segmentbogen-, Korbbogen-, Rund-, Trapez- und Dreieckfenster. Sie erfordern ein präzises Aufmaß mit Schablone, gebogene oder gefügte Holzteile und individuell zugeschnittenes Glas. Holz eignet sich besonders gut, weil sich Bögen werkgetreu und mit historischen Profilen fertigen lassen.

Inhalt
  1. Was sind Fenster-Sonderformen?
  2. Welche Sonderformen gibt es?
  3. Sonderformen im Überblick
  4. Wie wird eine Sonderform richtig aufgemessen?
  5. Wie werden Bögen aus Holz gefertigt?
  6. Welche Öffnungsarten sind bei Sonderformen möglich?
  7. Worauf ist bei Sonderformen im Denkmal zu achten?
  8. Sonderformen bei Holz-Aluminium-Fenstern
  9. Wie werden Sonderformen eingebaut?
  10. Was bestimmt den Preis einer Sonderform?
  11. Wer fertigt Sonderformen aus Holz?
  12. Fazit
  13. Häufige Fragen

Nicht jede Fensteröffnung ist rechteckig. Rundbögen über Gründerzeitfenstern, flache Segmentbögen in Backsteinfassaden, Ochsenaugen im Giebel oder Trapezfenster unter der Dachschräge: Sonderformen prägen viele Gebäude und sind für den Fensterbau eine besondere Herausforderung. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Sonderformen, ihre Geometrie, wie sie aufgemessen und gefertigt werden und welche Öffnungsarten möglich sind.

Was sind Fenster-Sonderformen?

Fenster-Sonderformen sind alle Fenster, deren Umriss vom Rechteck abweicht. Dazu gehören Fenster mit gebogenem oberem Abschluss, runde und ovale Fenster sowie Fenster mit schrägen Kanten. Sonderformen finden sich in historischen Bauten aller Epochen, aber auch in moderner Architektur, etwa als Giebel- oder Trapezfenster im Dachgeschoss.

Holz ist für Sonderformen besonders geeignet. Es lässt sich in nahezu jede Form bringen, Profile können durchgehend auch im Bogen gefräst werden, und Reparaturen sind später möglich.

Welche Sonderformen gibt es?

Rundbogen

Ein Rundbogenfenster hat als oberen Abschluss einen Halbkreis. Die Bogenhöhe, der sogenannte Stich, entspricht genau der halben Fensterbreite. Bei einem 100 cm breiten Fenster ist der Bogen also 50 cm hoch. Rundbögen sind typisch für Romanik, Renaissance, Klassizismus und den Historismus des 19. Jahrhunderts.

Segmentbogen (Stichbogen)

Ein Segmentbogen, auch Flachbogen oder Kreisteilbogen genannt, ist ein Kreisausschnitt von weniger als 180 Grad und damit flacher als ein Halbkreis. Der Stich ist kleiner als die halbe Breite, oft nur ein Bruchteil davon. Statisch erzeugt er einen größeren Seitenschub auf das Mauerwerk als ein Rundbogen. Segmentbögen sind in Gründerzeitfassaden und Backsteinbauten sehr verbreitet, weil sie mit geringer Bauhöhe über dem Fenster auskommen.

Korbbogen

Ein Korbbogen ist ein in der Höhe gedrückter Rundbogen, der aus meist drei oder fünf Kreissegmenten mit unterschiedlichen Radien zusammengesetzt ist. Das mittlere Segment hat den größten Radius, die Seiten sind stärker gekrümmt, die Mitte flacher. Die Stichhöhe liegt typischerweise bei einem Viertel bis einem Drittel der Spannweite. Das ergibt eine weiche, breite Form, die vor allem im Barock und Historismus vorkommt. Beim Aufmaß ist der Korbbogen anspruchsvoll, weil er sich nicht mit einem einzigen Radius beschreiben lässt.

Spitzbogen

Der Spitzbogen besteht aus zwei Kreisbögen, die sich im Scheitel treffen. Er ist typisch für Gotik und Neugotik, etwa an Kirchen, Schulen und Villen des 19. Jahrhunderts.

Rundfenster und Ochsenauge

Rundfenster sind kreisförmig, das Ochsenauge ist ein kleineres kreisrundes oder waagerecht ovales Fenster, oft in Giebeln, Mansarden, Treppenhäusern oder axial über einer Tür. Es ist vor allem für den Barock typisch und kleiner als Rad- oder Rosettenfenster. Sie werden meist festverglast oder als Drehflügel ausgeführt.

Trapez- und Dreieckfenster

Trapez- und Dreieckfenster folgen Dachneigungen und Giebeln. Sie sind in moderner Architektur und im Dachgeschossausbau häufig. Bei spitzen Winkeln gibt es Grenzen in der Glasherstellung und im Flügelbau, die früh mit dem Hersteller geklärt werden sollten. Sitzt ein solches Feld nicht senkrecht in der Giebelwand, sondern mehr als 10° geneigt in der Dachfläche, gilt es nach DIN 18008 als Überkopfverglasung; die untere Scheibe muss dann in der Regel aus Verbund-Sicherheitsglas bestehen.

Sonderformen im Überblick

Sonderform Geometrie Typische Epoche / Einsatz Öffnungsmöglichkeit Fertigungsaufwand
Rundbogen Halbkreis, Stich = halbe Breite Klassizismus, Historismus Drehflügel, oft festes Oberlicht hoch
Segmentbogen Kreisausschnitt, Stich < halbe Breite Gründerzeit, Backsteinbau Dreh- und mit Spezialbeschlag Dreh-Kipp mittel bis hoch
Korbbogen mehrere Radien Barock, Historismus meist Drehflügel oder festes Oberlicht sehr hoch
Spitzbogen zwei Kreisbögen mit Scheitel Gotik, Neugotik meist fest oder Drehflügel sehr hoch
Rundfenster / Ochsenauge Kreis oder Oval Barock, Giebel, Treppenhaus fest oder Drehflügel hoch
Trapez schräge Oberkante Dachgeschoss, Moderne fest, eingeschränkt Drehflügel mittel
Dreieck zwei schräge Seiten Giebel, Moderne in der Regel fest mittel

Die Angaben zur Öffnung sind typisch, im Einzelfall entscheiden Größe, Winkel, Radius und Beschlagsystem.

Fenster-Sonderformen im Überblick Sieben Sonderformen als Umriss mit Geometrie und typischer Epoche. Rundbogen: Halbkreis, der Stich (Bogenhöhe) entspricht der halben Fensterbreite, bei 100 cm Breite also 50 cm; Romanik, Renaissance, Klassizismus, Historismus. Segmentbogen oder Stichbogen: Kreisausschnitt von weniger als 180 Grad, Stich kleiner als die halbe Breite; Gründerzeit und Backsteinbau. Korbbogen: in der Höhe gedrückter Bogen aus meist drei oder fünf Kreissegmenten, das mittlere mit dem größten Radius, Stich etwa ein Viertel bis ein Drittel der Spannweite; Barock und Historismus. Spitzbogen: zwei Kreisbögen, die sich im Scheitel treffen; Gotik und Neugotik. Rundfenster und Ochsenauge: Kreis oder waagerechtes Oval; Barock, Giebel, Treppenhaus. Trapez: schräge Oberkante; Dachgeschoss und Moderne. Dreieck: zwei schräge Seiten; Giebel und Moderne. Gestrichelt: Kämpferlinie und Stich. Rundbogen: Halbkreis, Stich gleich halbe Breite, Klassizismus und Historismus Segmentbogen: Kreisausschnitt unter 180 Grad, Stich kleiner als halbe Breite, Gründerzeit und Backsteinbau Korbbogen: gedrückter Bogen aus mehreren Kreissegmenten, Stich etwa ein Viertel bis ein Drittel der Spannweite, Barock und Historismus Spitzbogen: zwei Kreisbögen, die sich im Scheitel treffen, Gotik und Neugotik Rundfenster und Ochsenauge: Kreis oder waagerechtes Oval, Barock, Giebel, Treppenhaus Trapez: schräge Oberkante, Dachgeschoss und Moderne Dreieck: zwei schräge Seiten, Giebel und Moderne RundbogenStich = ½ BreiteKlassizismus, Historismus SegmentbogenStich < ½ BreiteGründerzeit, Backstein KorbbogenStich ≈ ¼–⅓ SpannweiteBarock, Historismus Spitzbogenzwei KreisbögenGotik, Neugotik Rundfenster / OchsenaugeKreis oder OvalBarock, Giebel, Treppenhaus Trapezschräge OberkanteDachgeschoss, Moderne Dreieckzwei schräge SeitenGiebel, Moderne Gestrichelt: Kämpferlinie und Stich (Bogenhöhe). Schema, nicht maßstäblich.
Die Bogenformen unterscheiden sich vor allem im Stich, also der Bogenhöhe über dem Kämpfer, die anderen Sonderformen in Umriss und Kantenwinkel.

Wie wird eine Sonderform richtig aufgemessen?

Bei Sonderformen ist das Aufmaß die halbe Miete. Fehler lassen sich später kaum korrigieren, weil Holzteile und Glas individuell gefertigt werden.

  1. Grundmaße: Breite und Höhe an mehreren Stellen, Diagonalen bei Rechteckteilen.
  2. Stich und Kämpferhöhe: Bei Bögen die Höhe des Bogens über dem Kämpfer.
  3. Schablone: Bei Bögen und Rundfenstern wird eine Schablone im Maßstab 1:1 aus Karton, Hartfaser oder Folie angefertigt. Historische Bögen sind selten exakt geometrisch.
  4. Winkel: Bei Trapez- und Dreieckfenstern werden Winkel mit Schmiege oder digitalem Winkelmesser aufgenommen.
  5. Laibung und Anschlag: Tiefe, Anschlagbreite und Zustand des Mauerwerks.

Bei historischen Bauten ergänzt die Profilabnahme das Aufmaß. Den vollständigen Ablauf beschreibt der Ratgeber Historische Fenster nachbauen.

Wie werden Bögen aus Holz gefertigt?

Grundlage sind auch bei Sonderformen immer mindestens dreischichtig verleimte Fensterkanteln, kein Vollholz. Für gebogene Rahmen- und Flügelteile gibt es im Holzfensterbau zwei bewährte Verfahren:

  • Segmentbauweise: Der Bogen wird aus mehreren Segmenten zusammengesetzt, die aus verleimten Kanteln geschnitten und mit Keilzinken, Dübeln oder Federn verbunden werden. Anschließend wird die Form ausgefräst und profiliert.
  • Lamellierte Bögen: Dünne Holzlamellen werden über eine Form gebogen und verleimt. So entsteht ein formstabiler Bogen mit durchgehendem Faserverlauf, der sich gut profilieren lässt.

In beiden Fällen ist eine durchgehend saubere Decklage wichtig, damit der Anstrich dauerhaft hält. Informationen zu Holzaufbau und Kanteln bietet die Seite zu den Decklagen der Fensterkanteln. Für Sonderformen eignen sich besonders formstabile Hölzer wie Kiefer, Lärche, Eiche oder Meranti.

Das Glas wird nach Schablone gefertigt. Isolierglas in Sonderformen benötigt einen gebogenen bzw. passgenau gefügten Randverbund. Für den Glasfalz gelten dieselben Regeln wie beim Rechteckfenster: DIN 18545 verlangt einen Glaseinstand von mindestens 10 mm, eine Glasfalzhöhe von in der Regel mindestens 15 mm und bei Isolierglas einen Dampfdruckausgleich des Falzes zum Außenklima. Bei Bögen und spitzen Winkeln muss die Klotzung besonders sorgfältig geplant werden, damit das Glasgewicht sicher abgetragen wird und die Glaskante nirgends hartes Material berührt. Wird gebogenes Glas eingesetzt, kommt die Toleranz der Konturtreue hinzu, die der Glashersteller angibt. Bei Sprossen im Bogen, etwa radial angeordneten Sprossen im Rundbogen-Oberlicht, steigt der Aufwand weiter. Mehr dazu erklärt der Ratgeber Fenstersprossen.

Welche Öffnungsarten sind bei Sonderformen möglich?

Ob eine Sonderform geöffnet werden kann, hängt von der Geometrie ab:

  • Festverglasung: Die einfachste und häufigste Lösung bei Bögen, Rundfenstern und Dreiecken.
  • Drehflügel: Bei Bögen, Ochsenaugen und Trapezen meist möglich, die Bänder sitzen an einer geraden Seite.
  • Dreh-Kipp: Bei flachen Segmentbögen und manchen Trapezen mit Spezialbeschlägen umsetzbar, bei Rundbögen eingeschränkt.
  • Kämpferlösung: Der Bogen wird als festes Oberlicht über einem Kämpfer ausgeführt, darunter sitzen rechteckige Flügel. Das ist bei Altbauten historisch üblich und technisch robust.

Grundlagen zu den verschiedenen Öffnungsarten erklärt der Ratgeber Öffnungsarten von Fenstern.

Worauf ist bei Sonderformen im Denkmal zu achten?

An Baudenkmalen gelten für Sonderformen dieselben Grundsätze wie für Rechteckfenster, nur mit höherem Schwierigkeitsgrad. Die Bogenform muss exakt dem Bestand folgen, auch wenn sie geometrisch nicht ganz regelmäßig ist. Kämpferhöhen, Sprossenteilung im Oberlicht und das Profil des Bogens werden vom Original übernommen. Radial angeordnete Sprossen, Fächerteilungen oder sogenannte Sonnenmotive in Rundbogen-Oberlichtern sollten als glasteilende Sprossen oder als Wiener Sprossen nachgebaut werden. Einzelheiten zu den Anforderungen der Behörden finden Sie im Ratgeber Fenster im Denkmalschutz.

Ein wichtiger Punkt ist der Anschluss an das Mauerwerk. Historische Bögen sind oft leicht verformt oder haben sich gesetzt. Der Rahmen muss so gebaut werden, dass er die Öffnung umlaufend gleichmäßig ausfüllt, ohne dass breite Fugen sichtbar werden. Hier zahlt sich eine sorgfältige Schablone aus.

Sonderformen bei Holz-Aluminium-Fenstern

Auch Holz-Aluminium-Fenster lassen sich als Sonderform bauen. Die Aluminiumschale wird gebogen oder aus Segmenten gefügt. Bei sehr kleinen Radien oder spitzen Winkeln ist die Umsetzung in Aluminium jedoch aufwendiger als in Holz. Für Bauten mit klassischer Optik und geringerem Pflegeaufwand an der Außenseite kommen Systeme mit profilierter Schale in Frage. Einen Überblick über die verfügbaren Holz-Aluminium-Profile finden Sie in der Profilübersicht.

Wie werden Sonderformen eingebaut?

Den Einbau übernimmt ein Montagebetrieb, der Erfahrung mit Bogen- und Sonderelementen haben sollte. Der Einbau einer Sonderform unterscheidet sich vom Rechteckfenster vor allem im Bogenbereich. Die Befestigung erfolgt über Rahmendübel oder Montageanker, die auch im Bogen gesetzt werden; Lage und Anzahl richten sich nach dem RAL-Leitfaden Montage und den Vorgaben des Herstellers. Die Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk wird gedämmt und innen luftdicht, außen schlagregendicht abgeschlossen. Bei gebogenen Anschlüssen sind flexible Dichtbänder und Folien nötig, die sich der Rundung anpassen. Bei historischen Bauten mit Kalkputz sollten diffusionsoffene Materialien verwendet werden. Ein großes Bogenfenster wird oft in Teilen montiert, etwa Unterteil und Bogenoberlicht getrennt, und vor Ort über den Kämpfer verbunden.

Was bestimmt den Preis einer Sonderform?

Eine Sonderform ist immer ein Einzelstück, und entsprechend individuell ist ihr Preis. Statt pauschaler Zahlen hilft ein Blick auf die Faktoren, die den Aufwand bestimmen:

Einflussfaktor Wirkung auf den Aufwand
Geometrie (Radius, Winkel, Korbbogen) Je kleiner der Radius und je unregelmäßiger die Form, desto aufwendiger Schablone und Fertigung
Bauweise der Bogenteile Segmentbauweise oder lamellierte Bögen, abhängig von Profil und Holzart
Öffnungsart Festverglasung ist konstruktiv einfacher als Drehflügel oder Dreh-Kipp mit Sonderbeschlag
Glas und Sprossen Isolierglas nach Schablone, radiale Sprossen oder Fächerteilungen
Leistung Wärme-, Schall- und Einbruchschutz wie bei jedem anderen Fenster
Außenschale reines Holz oder Holz-Aluminium mit gebogener Schale

Wichtig für die Einordnung: Ein Holzfenster mit derselben Performance wie ein Kunststoff- oder Aluminiumfenster ist nicht wirklich teurer, und gerade bei Bögen und Sonderformen spielt Holz seine Stärken in der Fertigung aus. Einen echten Preis für Ihre Form erhalten Sie nur über eine kostenfreie Anfrage mit Schablone, Maßen oder Fotos, am besten bei einem auf Sonderformen spezialisierten Hersteller wie Bildau & Bussmann.

Wer fertigt Sonderformen aus Holz?

Sonderformen erfordern Erfahrung, eigene Werkzeuge und eine Fertigung, die auf Einzelstücke eingerichtet ist. Bildau & Bussmann hat sich auf Sonderformen und historische Nachbauten spezialisiert. Das Unternehmen fertigt die Fenster; für Aufmaß, Schablonenaufnahme vor Ort und Montage vermittelt es erfahrene Fachpartner. Eine Übersicht über mögliche Ausführungen finden Sie auf der Seite zu den Fenster-Sonderformen.

Fazit

Rundbogen, Segmentbogen, Korbbogen, Ochsenauge, Trapez und Dreieck: Jede Sonderform hat ihre eigene Geometrie und ihre eigenen Anforderungen an Aufmaß, Fertigung und Beschlag. Holz ist dafür das ideale Material, weil es sich präzise formen und profilieren lässt und auch nach Jahrzehnten noch repariert werden kann. Entscheidend sind ein sorgfältiges Aufmaß mit Schablone und eine frühe Abstimmung zu Öffnungsart und Glas. Wenn Sie eine Sonderform planen oder ersetzen möchten, können Sie Ihr Vorhaben über das Kontaktformular schildern und eine kostenfreie Anfrage stellen.

Foto: Jutta Henglein-Bildau / Bildau & Bussmann GmbH

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Rundbogen und Segmentbogen?

Beim Rundbogen ist der obere Abschluss ein Halbkreis, die Bogenhöhe (Stich) entspricht also der halben Fensterbreite. Beim Segmentbogen, auch Stichbogen, Flachbogen oder Kreisteilbogen genannt, ist der Bogen flacher: Er ist ein Kreisausschnitt von weniger als 180 Grad, der Stich ist kleiner als die halbe Breite.

Was ist ein Korbbogen?

Ein Korbbogen, auch gedrückter Bogen oder Korbhenkelbogen genannt, ist ein in der Höhe gedrückter Rundbogen aus meist drei oder fünf Kreissegmenten; das mittlere Segment hat den größten Radius. Seine Stichhöhe beträgt etwa ein Viertel bis ein Drittel der Spannweite. Er wirkt gedrungener als ein Rundbogen, aber weicher als ein Segmentbogen und ist typisch für Barock und Historismus.

Kann man ein Rundbogenfenster kippen?

Ein Flügel mit Bogenabschluss lässt sich in der Regel drehen, aber nur eingeschränkt oder mit Spezialbeschlägen kippen. Häufig wird der Bogen deshalb als feststehendes Oberlicht über einem Kämpfer ausgeführt, darunter sitzen rechteckige Dreh-Kipp-Flügel.

Was ist ein Ochsenauge?

Ein Ochsenauge (französisch oeil de boeuf) ist ein kleineres kreisrundes oder waagerecht ovales Fenster, oft in Giebeln, Mansarddächern, Treppenhäusern oder in einer Achse über einer Tür. Es wird meist festverglast oder als Drehflügel ausgeführt. Typisch ist es vor allem für den Barock; in den 1970er-Jahren und in der Postmoderne war es erneut beliebt.

Wovon hängt der Preis einer Sonderform ab?

Von den individuellen Anforderungen: Form und Radius, Größe, Holzart, Öffnungsart, Glasaufbau, Sprossen und Beschläge sowie Wärme-, Schall- und Einbruchschutz. Bogenteile werden aus Segmenten verleimter Kanteln gefügt oder lamelliert gebogen, Glas nach Schablone gefertigt. Pauschalwerte sind deshalb nicht seriös; einen echten Preis erhalten Sie über eine kostenfreie Anfrage beim Hersteller.

Gibt es Sonderformen auch als Holz-Aluminium-Fenster?

Ja, viele Sonderformen sind auch als Holz-Aluminium-Fenster möglich. Die Aluminiumschale wird dann gebogen oder segmentiert gefertigt. Bei sehr kleinen Radien und spitzen Winkeln stößt die Aluminiumverarbeitung allerdings schneller an Grenzen als Holz.

Holzfenster nach Maß – auch in Sonderform und historisch

Bildau & Bussmann fertigt seit 1987 Holz- und Holz-Aluminium-Fenster in Berlin und liefert in ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz – vom Dreh-Kipp-Fenster bis zum originalgetreuen Kastenfenster für das Baudenkmal. Für Aufmaß und Montage vermittelt das Unternehmen erfahrene Fachpartner. Den Preis für Ihr Projekt erfahren Sie über eine kostenfreie Anfrage.

Projekt anfragen Vertrieb: +49 30 469007-654
B&B
Fachredaktion Bildau & Bussmann

Die Beiträge entstehen in Zusammenarbeit mit den Tischlermeistern und Technikern der Bildau & Bussmann GmbH, die seit über 35 Jahren Holzfenster fertigen – darunter die Portalfenster des Berliner Stadtschlosses.